Jun 18 2011

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Findegil

Erforschung: Die früheren Ringträger

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Über die drei númenorischen Nazgul lässt sich ein wenig mehr mutmaßen: Sauron kann die Neun Ringe frühestens im Jahr 1696 ZZ an die Menschen verteilt haben. Die Nazgûl traten nach der Aufzählung der Jahre um das Jahr 2251 ZZ auf. Nach der gleichen Quelle beginnen die Númenorer um das Jahr 1800 ZZ Einflussgebiete an den Küsten Mittelerdes zu Begründen und es fällt der erste Schatten auf das Glück der Númenorer. Bedenkt man das Sméagol (Gollum) den Einen Ring für mehr als 450 Jahre besaß ohne sich in einen Ringgeist zu verwandeln, dann muss Sauron die Ringe sehr bald an die menschlichen Träger ausgeteilt haben. Vielleicht sogar noch bevor er versuchte Lindon einzunehmen, also zwischen 1697 ZZ, als er Elrond in Imlardis einschloss und 1700 ZZ als er mit seinen Streitkräften an der Flusslinie des Luhn stand.
In dieser Zeit hatten die Númenorer nur wenige Häfen in Mittelerde. Vinyalonde (Lond Dear) war im Jahr 875 ZZ gegründet worden und Umbar wahrscheinlich um 1200 ZZ. Und eine weitere Nierderlassung der Númenorer findet sich in der Geschichte des Krieges Saurons gegen die Elben, und das mit einer ganz erstaunlichen Aussage [„Nachrichten aus Mittelerde“; Teil 2: „Das Zweite Zeitalter“; Kapitel IV: „Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien“; Abschnitt: „Über Galadriel und Celeborn“]:
„… Darauf [auf einen Hilferuf von Gilgalad] schickte der König Tar-Minastir eine große Kriegsflotte aus; doch diese verspätete sich und erreichte die Küsten Mittelerdes nicht vor dem Jahr 1700. Bis dahin hatte sich Sauron ganz Eriadors bemächtigt, ausgenommen nur das belagerte Imlardis, und die Flussline des Lhûn (Luhn) erreicht. Er hatte weitere Streitkräfte gerufen, die aus dem Südosten heranrückten und in der Tat in Enedwaith am Steg von Tharbad standen, der nur schwach gehalten wurde. …“

Das heißt, dass Sauron Eregion einnahm und verwüstete aber das benachbarte númenorische Tharbad unbehelligt bleib! Warum? Die númenorische Besatzung des Flusshafens war offenbar zu schwach, um helfend in den Krieg einzugreifen und Sauron hatte genug anders zu tun. Oder hatte er andere Pläne? Jedenfalls hat er kurz darauf drei Númenorern Ringe der Macht zukommen lassen. Die ihm und seinen Dienern zugänglichen Plätze der Númenorern, von denen wir wissen, waren Umbar, Vinyalonde und Tharbad. Es könnte weiter im Süden noch weitere Häfen gegeben haben, aber das ist nicht bekannt.
Was wissen wir nun von den Empfängern? Sie waren „zu Anfang“, also als sie die Ringe bekamen, von „guten … Willen“, den es lag noch kein Schatten auf Númenor und seinen Bewohnern. Sie wurden keine Könige, den die Könige von Númenor sind lückenlos dokumentiert. Also wurden sie „Magier und Krieger“. Den Herrn der Nazgûl nennt Gandalf in einer Besprechung mit Denethor [„Der Herr der Ringe“; Band 2: „Die Rückkehr des Königs“; Buch V; Kapitel 4: „Die Belagerung von Gondor“] einen „Hexenmeister“, was ganz gut zusammen passt. Ob die anderen nun Krieger oder Magier wurden ist uns unbekannt.

Von allen anderen Nazgûl wissen wir bis auf von einem nichts. Von diesem heißt es [„Nachrichte aus Mittelerde“; Teil 3: „Das Dritte Zeitalter“; Kapitel IV: „Die Jagd nach dem Ring“]:
„… Zu dieser Zeit [im Juni 3018 DZ] wohnte nun der Anführer der Ringgeister mit sechs Gefährten in Minas Morgul, während sich sein Stellvertreter Khamûl, der Schatten aus dem Osten, mit einem anderen Ringgeist als Boten als Statthalter Saurons in Dol Guldur aufhielt.

… Aus Anmerkungen, die bis ins einzelne über die Bewegungen der Schwarzen Reiter im Auenland berichten, geht hervor, dass es Khamûl war, der nach Hobbingen kam, mit dem Ohm Gamdschie sprach, den Hobbits entlang der Straße nach Stock folgte und sie an der Bockenburger Fähre knapp verpasste. … Der Reiter, der ihn begleitete, den er durch Rufe vom Hügelrücken oberhalb von Waldhof herbeirief und mit dem er Bauer Maggot besuchte, war sein Gefährte aus Dol Guldur’. Von Khamûl wird hier gesagt, dass er nach dem Schwarzen Anführer von allen Nazgûl der geschickteste war, um die Gegenwart des Ringes zu spüren, doch er war auch einer, dessen Kraft bei Tageslicht am meisten verwirrt und gemindert wurde.“

Khamûl, der zweite Anführer, war also ein Ostling. Und damit könnte er durchaus ein König geworden sein als er den Ring bekam. Aber das wissen wir nicht genau.

Mehr konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Und deshalb wisst ihr jetzt alles was man zur Geschichte der Nazgûl weiß.

In diversen Spielen haben die Ringgeister alle Namen bekommen, diese sind aber selbst erfunden und nicht von Tolkien selbst zugewiesen worden.

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