Jul 03 2011
Erforschung: Alles Wissenswerte zu Tom Bombadil
Die Vermutung liegt nahe „-dil“ sei ähnlich zu interpretieren wie in Earendil, Elendil usw.. Der entsprechende Eintrag in den Lehrbüchern lautet:
„NIL-, NDIL- (DIL-) Freund. Quenya ‚nilda’ freundlich, liebevoll (zu jemandem); ‚nildo’ (and ‚nilmo’) weibliche form ‚nilde’, freund; ‚nilme’ Freundschaft. In Namen ‚ nil’, ‚-dil’ auch ‚-nildo’, ‚-dildo’ = Altenglisch ‚wine’, wie ‚Elendil’ (*Eled-nil) = Ælfwine; ‚Herendil’ = Eadwine [siehe KHER], ‚Valandil’ = Godwine“
Die Endung „-dil“ würde dann so viel wie „Freund von“ oder „jemand der sich der vorgenanten Sache verschrieben hat“ bedeuten.
Gerade im Hinblick darauf das Tom in seinen Gedichten seinen Namen auf Bombadillo erweitert wäre aber auch das Elemente „DIL-“ denkbar:
„DIL- zu stopfen, ein Loch ausfüllen, usw. Exil-Noldorin ‚dîl’ Stopper, stoppen, stopfend, siehe auch ‚gasdil’ Lückenbüßer [GAS]; ‚dilio’ etwas zu stopfen unterscheide NDIL-, NIL-, siehe dort [Das ehr unerwartete Wort ‚gasdil’ wird erwähnt, weil es der Name eine Zeichens war, dass benutzt wurde um anzuzeigen, dass ‚g’ verschwunden war; siehe Seite 298 [im gleichen Buch], Anmerkung zu ‚Gorgorth’]“
Zu diesem Element kommen wir weiter unten noch einmal. Die anderen Elemente sind deutlich schwieriger. Beginnen wir mit dem ersten Element des Namens. Ein Eintrag zu „BO-“ findet sich in einem alten Manuskript [„Parma Eldalamberon“; volume 11: „I•Lam nas•Ngoldathon“; Teil 2: „The Gnomish Lexicon“]:
„Bo (bon) (Vokalmutation.) (siehe Quenya ‚vô’, ‚vondo’, Sohn. ‚-mo’, ‚-mondo’.) als Abstammungsvorsilbe ‚bo-’, ‚bon-’. Sohn von. Siehe Nachsilbe ‚-von’, usw., und ‚ mon’. … ‚Lúthien bo Delumaith’.“
Da er andererseits ‚Vaterlos’ genannt wird, erscheint dies nicht sehr wahrscheinlich. Andere Elemente wie „BOM-“ oder „MBO-“ findet sich nicht. Wir haben nur einen leeren Eintrag „BON-“ was uns aber nicht weiter hilft. Ähnlich sind nur noch:
„MBOTH- Doriathin ‚moth’ See, ‚umboth’ großer See. Siehe Quenya ‚motto’ Klecks, Noldorin ‚both’ kleiner Teich. Siehe ‚Umboth Muilin’ [MUY] = Noldorin ‚Elinuial’ oder ‚Hithliniath’.“
und
„BOR- aushalten. Quenya ‚voro’ immer, fortwährend; Vorsilbe ‚vor’, ‚voro-’ wie in ‚vorongandele’ ‚Harfe spielen auf einem Ton’, fortwährende Wiederholung; ‚vóre’ dauerhaft, ‚vórea’ fortbestehend, standhaft, dauerhaft‚ vórima’ fortwährend, andauernd, wiederholt. ‚*bóron-’: Alt-Noldorin ‚boron’ (Plural ‚boroni’) standhaft, zuverlässiger Man, getreuer Anhänger; Exil-Noldorin ‚bór’, analoger Plural ‚býr’ für das ältere ‚berein’, ‚beren’; Ilkorin ‚boron’, Plural ‚burnin’. Siehe Noldorin Namen die ‚Zuverlässigen Männern’ gegeben wurden: ‚Bór’, ‚Borthandos’, ‚Borlas’, ‚Boromir’. ‚Borthandos’ = ‚Borth’ (siehe unten) [aber diese Element wird nicht weiter erwähnt] + ‚handos’ (siehe KAHN). ‚Borlas’ = ‚Bór’ + ‚glass’ freude (siehe GALÁS). ‚Boromir’ ist ein Noldorin Name von sehr altem Ursprung der auch Exil-Noldo beigelegt wurde: Alt-Noldorin ‚Borommíro’: siehe MIR.“
Ein Element, das „-MBA-“ in Bombadil bilden könnten ist:
„MBAR- wohnen, bewohnen. Quenya ‚a-mbar’ (‚ambaren’) ‚oikoumenē’, Erde; ‚Endamar’, ‚Ambarenya’ Mittelerde. Noldorin ‚ambar’, ‚amar’ Erde; ‚Emmerein’, ‚E,erin’ (‚Ambarenya’) Mittelerde. ‚Martan(ō)’ Erderbauer = Aule (Noldorin ‚Barthan) [TAN]. ‚Gondobar’, … Alt-Noldorin ‚mbar’ ‚Heim’, Exil-Noldorin ‚bár’, Quenya ‚mar’.“
An anderer Stelle findet sich:
„MBAR wohnen. Quenya ‚mar(d)-’ Heim, Wohnstätte; ‚ambar’.“
Wir hätten also folgende Möglichkeiten:
BO-MBAR-NDIL => Bombadil ‚Sohn des Heimatfreundes’
Um dies Sinnvoll zu machen müsste der Übertragene Sinn etwa wie folgt lauten: ‚Abkömmling von jenem der die Erde Liebt (Eru)’. Oder ‚Abkömmling der Heimatliebe’ in dem Sinne das Tom als Ainur aus Erus Liebe zur Erde entstand. Denkbar auch ‚Abkömmling der Erdverbundenheit’ jedoch ist dies ein ehr deutsches Wortspiel. Dies würde aber der oben geäußerten Ansicht wiedersprechen, dass Gandalf im Geiste Erus jünger war als Tom.
MBOTH-MBAR-NDIL => Bombadil ‚Freund des Seeheims’
Die einzige Verbindung zwischen Tom und einem Teich oder See ist jener Tümpel in dem er Goldbeere freit. Aber diese Interpretation bleibt in meinen Augen schwach.
BOR-MBAR-NDIL => Bombadil ‚Standhafter Heimatfreund’
Diese Interpretation, passt sehr gut zu Toms Verhalten, aber wie wahrscheinlich die notwendigen phonetischen Veränderungen (zweimaliges Verschwinden eines R’s in Kombination mit zwei unterschiedlichen Konsonanten) sind, kann man nicht genau sagen.
Denkbar wäre vielleicht auch die folgenden Interpretationen des Namens:
BO-MBAR-NDIL => Bombadil: ‚Liebender Sohn der Erde’, diese würde Zweifel auf die Theorie werfen, dass Tom einer der Ainur ist und auch Gandalfs Aussage über Toms alter relativ zu ihm dubios erscheinen lassen.
oder
BO-MBAR-DIL => Bombadil: ‚Sohn der Erde der Stoppt’ im übertragenen Sinne ‚Sesshafter Sohn der Erde’
oder
BOR-MBAR-DIL => Bombadil: ‚Standhafter Stopper der Heimat’ ‚Stopper’ dabei im sinne ‚von Veränderungen verhindern’, aber dies tut Tom eigentlich nicht. Vielleicht könnte man aber auch eine Interpretation dieser Variante als ‚Standhafter, der in der Heimat stoppt’ beziehungsweise im übertragenen Sinne ‚Standhaft Sesshafter’ annehmen, was ganz gut zu Tom passen würde.
Letztendlich bleibt dann noch
MBOTH-MBAR-DIL => Bombadil: ‚Stopfer des Seeheims’ im übertragenen Sinne ‚Jener, der den See als Heim aufstaute’. Das wäre ein toller Name für einen Biber, aber wie er zu Tom passt muss wohl jeder selbst entscheiden.
Was bei allen Namen auffällt ist, dass die Betonung die man natürlicher weise verwendet (Bom-ba-dil) wohl falsch ist und man eher Bo-mba-dil betonen sollte.
Allerdings muss man sagen, dass Bombadil auch gar nicht elbischen Ursprungs sein muß. Damit könnte alles, was wir oben zum Namen zusammen getragen hat, Unsinn sein
Ähnlicher Beitrag:
Ein Kommentar




Also hier wurde ja nicht alles wichtige von bombadil zitiert! ich bin fest der meinung das tom eine oder die inkarnation von iluvatar ist. der ist der älteste! die ainur sind bereits jünger.