Mrz 22 2010

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Findegil

Die Geschichte Morias (Teil 1: Vom Anfang bis ins Zweite Zeitalter)

Abgelegt 21:07 unter Erforschung

Khazad-dûm, die Zwergenhalle, wird Moria bei den Zwergen genannt. Die Stadt findet auch Erwähnung in “Der Hobbit”. Grund genug, etwas über die Geschichte Morias zu erfahren.

Moria Klein in Die Geschichte Morias (Teil 1: Vom Anfang bis ins Zweite Zeitalter)

Das Tor von Moria aus Der Herr der Ringe

Die Anfänge von Moria liegen weit zurück in der Altvorderenzeit. Da die Zwerge ein sehr verschlossenes Volk sind findet sich leider nicht so viel Information über diese Zwergenstadt wie man sich das wünschen würde. Das meiste erfährt man von Gimli, dem Elbenfreund. Er stammte aus dem Haus Durin und das ist in diesem Fall ein Glück, denn jenes Haus war es, das in Moria wohnte. Da dies für die Geschichte Moria eine gewisse Rolle spielt wenden wir uns zunächst der Erschaffung der Zwerge durch Aule zu. In einem Brief schrieb unser Autor Tolkien eine Kurzfassung der obigen Geschichte mit einem interessanten Detail [„JRR Tolkien – Briefe“; Nr.: 212]:

„… Aule zum Beispiel, einer der Großen, ist in gewissem Sinne auch ‘gefallen’; denn er sehnte sich so danach, die Kinder zu sehen, dass er ungeduldig wurde und dem Willen des Schöpfers vorzugreifen versuchte. Weil er der größte aller Handwerker war, versuchte er, Kinder zu schaffen, nach seinem unvollständigen Wissen von ihrer Art.

Als er dreizehn {Fußnote: Eines, das älteste, allein und sechs weitere mit sechs Gefährtinnen.} fertig hatte, sprach Gott zu ihm, im Zorn, doch nicht ohne Erbarmen: denn Aule hatte dies nicht aus dem bösen Verlangen nach Sklaven und eigenen Untertanen, sondern aus ungeduldiger Liebe getan, weil er sich Kinder wünschte, um zu ihnen zu sprechen und sie zu belehren, um sie am Lob Ilúvatars und an seiner großen Liebe zu den Stoffen, aus denen die Welt geschaffen ist, teilhaben zu lassen.
Der Eine wies Aule zurecht und sagte, er habe versucht, die Macht des Schöpfers an sich zu reißen; er könne aber seinen Geschöpfen kein selbständiges Leben verleihen. Er habe nur ein Leben, nämlich das ihm von dem Einen übertragene, und allenfalls könne er dieses verteilen. ‘Siehe!’ sagte der Eine. ‘Diese deine Geschöpfe haben nur deinen Willen und deine Bewegtheit. Obwohl du eine Sprache für sie erdacht hast, können sie dir nur deine eigenen Gedanken vermelden. Das ist ein Hohn auf mich.’
Da demütigte sich Aule in Kummer und Reue und bat um Vergebung. Und er sagte: ‚Ich werde diese Bilder meiner Anmaßung vernichten und warten, bis dein Wille geschieht.’ Und er nahm einen großen Hammer und hob ihn, um das älteste seiner Bilder zu zerschlagen; aber es wich beiseite und duckte sich vor ihm. Und als er erstaunt in seinem Schlag innehielt, hörte er Ilúvatar lachen.
‘Wundert dich dies?’ sagte er. ‘Siehe! Leben haben sie nun, deine Geschöpfe, frei von deinem Willen. Denn ich habe deine Bescheidenheit gesehen und mich deiner Ungeduld erbarmt. Dein Werk habe ich in meinen Plan aufgenommen.’
Dies ist die elbische Sage von der Erschaffung der Zwerge; aber die Elben berichten auch, dass Ilúvatar dann gesagt habe: ‘Dennoch will ich nicht leiden, dass man meinem Plane zuvorkommt: deine Kinder sollen nicht vor den meinen erwachen.’ Und er gebot Aule, die Väter der Zwerge an verschiedenen tiefen Orten zur Ruhe zu legen, jeden mit seiner Gefährtin, bis auf Dúrin, den ältesten, der keine hatte. Dort sollten sie lange schlafen, bis Ilúvatar sie erwachen hieße. Dennoch hat zumeist zwischen den Zwergen und den Kindern Ilúvatars wenig Freundschaft geherrscht. Und von dem Schicksal, das Ilúvatar den Kindern Aules jenseits der Kreise dieser Welt zugedacht hat, wissen Elben und Menschen nichts; und die Zwerge, sofern sie etwas wissen, sprechen darüber nicht.“

Es gab also zu den Sieben Zwergenvätern nur sechs Frauen, wie man auch an einigen teilweise unvollständigen Notizen zu dem ersten Text sieht [“The History of Middle-Earth“; volume 11: “The War of the Jewels“; part II: “The Later Quenta Silmarillion”; chapter 13: “Concerning the Dwarves”]:

„Er [Aule] schuf im geheimen in einer Halle unter den Bergen in Mittelerde. Dort machte er zuerst einen Zwerg, den ältesten von allen, und danach machte er sechs andere, die Väter ihrer Rasse; und dann begann er erneut andere zu machen, ihnen ähnlich aber von weiblicher Art damit sie ihre Partnerinnen seien. Aber er wurde müde und als er sechs weitere gemacht [hatte] ruhte er, und er wand sich wieder den sieben Vätern zu und er schaute sie an und sie sahen ihn an und an welche Bewegung er auch Dachte sie führten diese Bewegung aus. Und Aule war nicht erfreut, aber er begann ihnen eine Sprache beizubringen die er für sie entworfen hatte, in der Hoffnung sie so zu unterrichten.
Aber Ilúvatar wusste von allem was geschah und der Stunde als der älteste der Zwerge zum ersten mal mit einer Stimme sprach, da Sprach Ilúvatar zu Aule.

Dann nahm Aule die Sieben Zwerge und legte sie zum Schlafen unter Stein in weit entfernten Plätzen, und neben jeden legte er seine Partnerin, außer neben den Ältesten, und der lag allein. Und Aule kehrte nach Valinor zurück und wartete lange so gut er es vermochte. Aber es ist nicht bekannte wann Durin oder seine Brüder zuerst erwachten, auch wenn manche denken es war in der Zeit der Abreise der Eldar über die See.“

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Ein Kommentar

Ein Kommentar to “Die Geschichte Morias (Teil 1: Vom Anfang bis ins Zweite Zeitalter)”

  1. [...] ersten Teil haben wir uns mit der Geschichte Morias vom Anbeginn bis ins Zweite Zeitalter befasst.  Hier nun, was wir zur weiteren Geschichte fanden [„The History of Middle-Earth“; [...]

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