Mrz 22 2010

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Die Geschichte Morias (Teil 1: Vom Anfang bis ins Zweite Zeitalter)

Abgelegt 21:07 unter Erforschung

Beziehung zwischen den Langbart Zwergen und Menschen

Moria war keiner der Plätze an dem einer der Väter erwachte, wie wir aus andern Quellen erfahren [„The History of Middle-Earth“; volume 12: „The Peoples of Middle-Earth“; part 2: „Late Writings“; chapter X: „Of Dwarves and Men“]:

„In den Überlieferungen der Zwerge des Dritten Zeitalters erinnerte man sich der Namen der Plätze, wo jeder der Sieben Väter ‚erwacht’ war; aber nur zwei davon waren den Elben und Menschen des Westens bekannt: der westlichste, der Platz an dem die Väter der Feuerbärte und der Breithüften erwachten; und der Platz des Erwachens des Vaters der Langbärte des ältesten bei der Erschaffung wie beim Erwachen. Der erste war im Norden der Ered Lindon gewesen, dem großen östlichen Wall von Beleriand, von dem die Blauen Berge des Zweiten und spätere Zeitalter die Überreste waren; der zweite war der Gundabadberg gewesen (im Ursprung ein Khuzdul Name), der deswegen von den Zwergen verehrt wurde, und seine Einnahme durch die Orks Saurons im Dritten Zeitalter war einer der Hauptgründe für ihren Hass auf die Orks. Die anderen Beiden Plätze waren östlich in einer Entfernung ebenso großer oder größer wie die zwischen den Blauen Bergen und Gundabad: der Platz des Erwachens der Eisenfüße und Steifbärte, und der der Schwarzlocken und Steinfüße. Auch wenn diese vier Plätze weit voneinander entfernt waren, waren die Zwerge der verschiedenen Häuser in Kontakt mit einander, und in früheren Zeiten hielten sie oft Versammlungen von Abgesandten am Berg Gundabad ab. In Zeiten großer Not würden selbst die entferntesten Hilfe zu jedem ihres Volkes schicken; wie es im dem großen Krieg gegen die Orks (Drittes Zeitalter 2793 bis 2799) der Fall war. Auch wenn sie ungern wanderten oder feste Behausungen oder Wohnstätten weit entfernt von ihrer ursprünglichen Heimat anlegten, außer unter großem Druck von Feinden oder nach irgendeiner Katastrophe etwa dem Untergang von Beleriand, so waren sie doch große und harte Reisende und begabte Straßenbauer; zudem teilten alle Häuser einen gemeinsame Sprache.

Eine Notiz auf der Seite ohne genauen Bezug lautet: ‚Leider, erscheint es möglich, dass (genau wie die Menschen es später taten) die Zwerge der fernen östlichen Wohnstätten (und einige von den näheren?) unter den Schatten von Morgoth kamen und sich dem Bösen zu wanden.’“

Dieser Text war eine reichhaltige Quelle und wir nutzen sie auch später noch einmal. Aber zu Durin dem Ersten heißt es an anderer Stelle [„Der Herr der Ringe – Anhänge“; Anhang A: „Annalen der Könige und Herrscher“; Kapitel III: „Durins Volk“]:

„Über die Anfänge der Zwerge werden seltsame Geschichten erzählt, sowohl von den Eldar als auch von den Zwergen selbst; aber da diese Dinge weit vor unserer Zeit lagen, wird hier wenig darüber gesagt. Durin ist der Name, den die Zwerge für den Ältesten der Sieben Väter ihrer Rasse und den Vorfahren aller Könige der Langbärte gebrauchten. Er war still für sich, bis er in grauer Vorzeit und beim Erwachen dieses Volkes nach Azanulbizar kam und in den Höhlen über Kheledzâram im Osten des Nebelgebirges seinen Wohnsitz nahm, wo später die im Liede berühmten Minen von Moria waren.
Dort lebte er so lange, dass er weit und breit als Durin der Unsterbliche bekannt war. Doch zuletzt starb er, ehe die Altvorderenzeit vorüber war, und sein Grab war in Khazad-dûm; doch sein Geschlecht starb nie aus, und fünfmal wurde ein Erbe in seinem Haus geboren, der seinem Ahn so ähnlich sah, dass er den Namen Durin erhielt. Tatsächlich hielten ihn die Zwerge für den Unsterblichen, der zurückkehrt; denn es gibt bei ihnen viele seltsame Geschichten und Meinungen über sich selbst und ihr Schicksal in der Welt.
Nach dem Ersten Zeitalters hatten Macht und Wohlstand von Khadzad-dûm sehr zugenommen; denn es wurde bereichert durch viel Volk und viel Wissen und Kunstfertigkeit, als die alten Städte Nogrod und Belegost in den Blauen Bergen bei der Niederwerfung von Thangorodrim zerstört wurden. …“

Durin hatte also zunächst keine Gefährtin und damit wohl auch kein Gefolge, denn diese bestand bei den andern Vätern der Zwergen aus ihren Nachkommen. Deshalb lagen die Zwerge wohl auch nicht nur in Paaren zusammen sondern in Quartetts, und man darf annehmen, dass es zwischen den Häusern die Zusammen erwachten eine regen Austausch gab. Aber wenn man von den Treffen am Berg Gundabad ausgeht, dann darf man annehmen, dass Durin später eine Frau aus den Töchtern der anderen Väter wählte und sich auch sein Gefolge um einige aus den andern Häusern erweiterte. So wie am Ende des ersten Zeitalters. Bis zu diesem Zeitpunkt hören wir von der Geschichte Morias nicht viel, aber im Zweiten Zeitalter erlebte Moria seine Hochzeit. Beschäftigen wir uns zunächst mit dem was östlich der Hithaeglir geschah. Dazu nehme ich den Text „Beziehung zwischen den Langbart Zwergen und Menschen“ von oben wieder auf [„The History of Middle-Earth“; volume 12: „The Peoples of Middle-Earth“; part 2: „Late Writings“; chapter X: „Of Dwarves and Men“]:

„Aber in weit zurückliegenden Tagen waren die Zwerge verschlossen [durchgestrichen: - und keine mehr als die Langbärte - ] und hatten wenig Kontakt mit den Elben. Am Ende des Ersten Zeitalters endeten im Westen die Beziehungen der Zwerge der Ered Lindon mit König Thingol im Disaster und im Ruin von Doriath, dessen Erinnerung in folgenden Altern die Beziehungen zwischen den Elben und Zwergen immer noch vergifteten. Zu dieser Zeit hatte die Wanderung der Menschen vom Osten und Süden die Vorhut nach Beleriand hineingebracht, aber sie waren nicht zahlreich, auch wenn weiter im Osten in Eriador und Rhavanion (besonders in den nördlichen Teilen) ihre Verwandten bereits weite Teile des Landes eingenommen haben müssen. Dort müssen Kontakte zwischen den Menschen und den Langbärten bald begonnen haben. Denn die Langbärte, wenn auch die Stolzesten der Sieben Häuser, war auch die Weisesten und die mit dem meisten Weitblick. Die Menschen hielten sie in ehren und waren begierig von ihnen zu lernen, und die Langbärte waren willens die Menschen für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. So wuchs in diesen Gegenden der Handel auf, der später charakteristisch war für die Beziehungen zwischen Zwergen und Menschen (einschließlich Hobbits): Die Menschen wurden die Hauptquelle für Nahrung, als Hirten, Schafhirten und Ackerbauern, welche die Zwerge eintauschten für Arbeiten als Baumeister, Straßenbauer, Bergleute und Hersteller von kunstfertigen Dinge, von nützlichen Werkzeugen bis zu Waffen und Rüstungen und vielen andern Dingen von hohem Preis und Geschick. Zum großen Vorteil der Zwerge. Nicht nur zu bemessen in Stunden der Arbeit, auch wenn die Zwerge in frühen Zeiten Güter erhalten haben müssen, die das Produkt größerer und härterer Arbeit waren, als jene Arbeiten die sie im Austausch gaben – bevor die Menschen weiser wurden und eigene Künste entwickelten. Der größte Vorteil für sie war ihre Freiheit mit ihrer eigenen Arbeit ungehindert fortzufahren und ihre Kunst zu verfeinern, besonders in der Metallurgie, zu jener wunderbaren Geschick, den diese erreichten vor dem Schwinden und dem Niedergang der Khazad.

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Ein Kommentar

Ein Kommentar to “Die Geschichte Morias (Teil 1: Vom Anfang bis ins Zweite Zeitalter)”

  1. [...] ersten Teil haben wir uns mit der Geschichte Morias vom Anbeginn bis ins Zweite Zeitalter befasst.  Hier nun, was wir zur weiteren Geschichte fanden [„The History of Middle-Earth“; [...]

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