Mrz 22 2010

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Findegil

Die Geschichte Morias (Teil 1: Vom Anfang bis ins Zweite Zeitalter)

Abgelegt 21:07 unter Erforschung

Die Zwerge an Seite der Elben

Aber die Zwerge hatten auch ein Bündnis mit den Eldar [„Nachrichten aus Mittelerde“; Teil 2: „Das Zweite Zeitalter“; Kapitel IV: „Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien“]:

„Doch vielleicht bemerkte Galadriel, dass Sauron wiederum, wie in den alten Tagen der Gefangenschaft Melkor, zurückgelassen worden war. Oder weil Sauron bis jetzt keinen einzelnen Namen hatte und nicht durchschaubar wurde, dass seine Tätigkeit von einem einzelnen bösen Geist herrührte, dem wichtigsten Diener Melkors, begriff sie vielmehr, dass es eine böse, lenkende Kraft draußen in der Welt gab, die aus einer Quelle weiter im Osten, jenseits von Eriador und dem Nebelgebirge zu stammen schien.
Deshalb gingen Galadriel und Celeborn um das Jahr 700 des Zweiten Zeitalters nach Osten und errichteten (das erste, doch auf keinen Fall das einzige) Noldor-Reich von Eregion. Es ist möglich, dass Galadriel dieses Gebiet wählte, weil sie von den Zwergen von Khazad-dûm (Moria) Kenntnis hatte. Es lebten und blieben immer einige Zwerge auf der Ostseite der Ered Lindon, wo die uralten Wohnungen von Nogrod und Belegost gewesen waren – nicht weit vom Nenuial; doch sie hatten den größten Teil ihrer Streitmacht nach Khazad-dûm verlegt. Celeborn fand keinen Gefallen an Zwergen gleich welcher Rasse (wie er in Lothlórien Gimli gegenüber bewies) und verzieh ihnen ihren Anteil an der Zerstörung Doriaths nie; doch es war nur das Heer von Nogrod, das am Angriff teilnahm, und dieses wurde in der Schlacht von Sarn Athrad vernichtet. Die Zwerge von Belegost waren entsetzt über dieses Unglück und fürchteten seine Folgen, und dies beschleunigte ihren Aufbruch nach Khazad-dûm im Osten. Also durfte man von den Zwergen von Moria annehmen, dass sie an der Zerstörung Doriaths unschuldig gewesen und den Elben nicht feindlich gesinnt waren. Auf jeden Fall war Galadriel in diesem Punkt weitblickender als Celeborn: Sie erkannte von Anfang an, dass Mittelerde von den ‚Rückständen des Bösen’, die Melkor hinterlassen hatte, nur durch einen Zusammenschluss aller gerettet werden konnte, die auf ihre Weise und in ihrem Maße sich ihm entgegenstellten. Sie sah die Zwerge auch mit den Augen eines Befehlshabers und hielt sie für die geschicktesten Krieger, die man gegen die Orks ins Feld führen konnte. Überdies war sie eine Noldo und empfand eine natürliche Zuneigung zu ihrem Denken und ihrer leidenschaftlichen Liebe zum künstlerischen Handwerk, eine Sympathie, die viel größer war, als man sie bei vielen der Eldar fand; Die Zwerge waren die ‚Kinder Aules’, und Galadriel war wie andere der Noldor in Valinor Schülerin Aules und Yavannas gewesen.
In der Begleitung Galadriels und Celeborns befand sich ein noldorischer Handwerker namens Celebrimbor. … Dort heißt es, er sei der Sohn Curufins, des fünften Sohns Feanors, der sich seinem Vater entfremdete und in Nargothrond blieb, als Celegorm und Curufin vertrieben wurden. Celebrimbor war ‚von den Künsten fast ebenso besessen, wie die Zwerge’; und bald wurde er der erste Künstler Eregions, der zu den Zwergen von Khazad-dûm in eine enge Beziehung trat, unter denen Narvi sein bester Freund war. Elben und Zwerge zogen aus dieser Verbindung gleichermaßen Nutzen, so dass Eregion viel stärker und Khazad-dûm viel schöner wurde, als sie es aus eigener Kraft hätten werden können.
Der Bau der Hauptstadt Eregions, Ost-in-Edhil, wurde um das Jahr 750 des Zweiten Zeitalters begonnen. Hiervon erhielt Sauron Nachricht, und dies vergrößerte seine Furcht, die er über das Kommen der Númenórer nach Lindon und zu den Küsten weiter südlich und über ihre Freundschaft mit Gil-galad empfand; und er hörte auch von Aldarion erzählen, dem Sohn Tar Meneldurs, König von Númenor, dieser sei ein großer Schiffbauer geworden, der seine Schiffe weit unten im Süden sicher anlanden ließ. Deshalb ließ Sauron Eriador eine Weile unbehelligt und wählte das Land Mordor, wie es später genannt wurde, als Festung und Gegengewicht gegen die Bedrohung durch die Landungen der Númenórer [in der ‚Aufzählung der Jahre’ mit ‚um 1000’ datiert]. Als er sich sicher fühlte, sandte er geheime Boten nach Eriador, und schließlich, um das Jahr 1200 des Zweiten Zeitalters, kam er selbst in der schönsten Gestalt, die er ersinnen konnte.
Doch in der Zwischenzeit war die Macht Galadriels und Celeborns gewachsen, und Galadriel, durch ihre Freundschaft mit den Zwergen von Moria darin unterstützt, war mit dem nandorischen Reich von Lórinand jenseits des Nebelgebirges in Verbindung getreten. Dieses Gebiet wurde von jenen Elben bevölkert, die an der Großen Reise der Eldar aus Cuiviénen nicht teilnahmen und in den Wäldern im Tal des Anduin siedelten; und das Gebiet reichte bis in die Wälder auf beiden Seiten des Flusses und schloss die Gegend ein, die später Dol Guldur genannt wurde. Diese Elben hatten keine Fürsten oder Herren und führten ein sorgloses Leben, während die gesamte Macht Morgoths im Nordwesten Mittelerdes zusammengezogen war; ‚doch es kamen viele Sindar und Noldor, um bei ihnen zu wohnen, und unter dem Einfluß der Kultur Beleriands begann ihre ‚Sindarisierung’.’ [Es wird nicht deutlich gemacht, wann dieser Zustrom nach Lórinand stattfand; es kann sein, dass er von Eregion ausgehend über Khazad-dûm führte und unter der Leitung Galadriels stand.] In ihrem Bestreben, den Machenschaften Saurons entgegenzuwirken, war Galadriel in Lórinand erfolgreich, während Gil-galad in Lindon Saurons Boten und sogar ihm selbst den Zutritt untersagte. Doch bei den Noldor in Eregion hatte Sauron mehr Glück, besonders bei Celebrimbor, den brennend danach verlangte, Feanor an Geschicklichkeit und Ruf den Rang streitig zu machen. [Die Geschichte, wie Sauron die Schmiede von Eregion täuschte und sich selbst den Namen Annatar, Herr der Geschenke, beilegte, wird in ‚Von den Ringen der Macht’ erzählt, doch Galadriel wird dort nicht erwähnt.]
In Eregion gab sich Sauron als Abgesandter der Valar aus, der von ihnen nach Mittelerde geschickt (‚auf diese Weise die Istari vorwegnehmend’) oder damit beauftragt war, dort zu bleiben und den Elben Beistand zu leisten. Er erkannte sogleich, dass Galadriel seine Hauptgegnerin und sein größtes Hindernis sein würde, trachtete deshalb danach, sie zu besänftigen, und ertrug ihre Verachtung mit außerordentlicher Geduld und Höflichkeit. [In diesem schnell geschriebenen Entwurf wird keine Erklärung dafür gegeben, warum Galadriel Sauron verhöhnte, es sei denn, sie durchschaute sein falsches Spiel, oder warum sie ihm erlaubte, in Eregion zu bleiben, wenn sie seine wahre Natur erkannte.] Bei Celebrimbor und seinen Schmiede-Kameraden ließ Sauron alle seine Künste spielen; diese hatten eine Gesellschaft oder Bruderschaft gegründet, die Gwaith-i-Mírdain, die in Eregion sehr mächtig war; doch Sauron arbeitete im Verborgenen und ohne dass Galadriel und Celeborn davon wussten. Bald hatte Sauron die Gwaith-i-Mírdain unter seinen Einfluss gebracht, denn anfangs hatte diese durch seine Einweisung in geheime Dinge ihrer Kunst großen Nutzen. Sein Einfluss in der Mirdain wurde schließlich so groß, dass er sie dazu überredete, sich gegen Galadriel und Celeborn zu erheben und die Macht in Eregion an sich zu reißen; und dies geschah etwa zwischen 1350 und 1400 des Zweiten Zeitalters. Daraufhin verließ Galadriel Eregion, nahm … Celebrian mit und ging durch Khazad-dûm nach Lórinand; Celeborn hingegen wollte die Wohnungen der Zwerge nicht betreten und blieb, von Celebrimbor nicht beachtet, in Eregion zurück. Galadriel nahm in Lórinand … die Verteidigung gegen Sauron in die Hand.“

Damit sind wir in die Mitte des Zweiten Zeitalters vorgedrungen, und damit wollen wir es dann auch für diesmal belassen, denn die Geschichte Morias ist lang. Fortsetzung folgt!

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Ein Kommentar

Ein Kommentar to “Die Geschichte Morias (Teil 1: Vom Anfang bis ins Zweite Zeitalter)”

  1. [...] ersten Teil haben wir uns mit der Geschichte Morias vom Anbeginn bis ins Zweite Zeitalter befasst.  Hier nun, was wir zur weiteren Geschichte fanden [„The History of Middle-Earth“; [...]

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