Jan 13 2012
Erforschung: Das Land Valinor – Heimat der Eldar
Hier unterbrechen wir noch mal um uns auch das Haus von Vaire beschreiben zu lassen und uns mit Namos und Irmos Schwester, den Feanturi, bekannt zu machen [„Das Silmarillion“; „Valaquenta“; Abschnitt: „Von den Valar“]:
… Vaire, die Weberin, ist seine [Namos] Gemahlin, die alles, was je in der Zeit gewesen ist, in ihre Stoffe wirkt; und die Hallen von Mandos, die immer weiter werden indem die Zeiten vergehen, sind mit ihren gewebten Geschichten behangen.
…
Mächtiger als Este ist Nienna, die Schwester der Feanturi; sie wohnt allein. Sie ist der Trauer kundig und beweint jede Wunde, die Arda von den Anschlägen Melkors erlitten. So groß war ihr Leid als die Musik erklang, dass ihr Lied zur Klage wurde, lange bevor die Musik endete, und der Ton der Trauer war schon unter den Themen der Welt gewoben, ehe sie noch begonnen. Doch Nienna weint nicht um sich selbst, und wer ihr lauscht, lernt das Mitleid und das Ausharren in der Hoffnung. Ihre Hallen liegen im westlichsten Westen, an den Grenzen der Welt, und selten kommt sie in die Stadt Valimar, wo alle froh sind. Lieber geht sie zu den Hallen von Mandos, die nahe den ihren liegen; und alle, die in Mandos warten, rufen sie an, denn sie bringt dem Geiste Stärkung und wandelt Kummer in Weisheit. Die Fenster ihres Hauses blicken von den Mauern der Welt nach draußen.
Zu der Halle in Mandos in der sich Nienna zuweilen aufhielt erfahren wir auch noch etwas mehr [„Die Geschichte Mittelerdes“; Band 1: „Das Buch der verschollenen Geschichten - Teil 1“; Kapitel III: „Die Ankunft der Valar und die Gründung Valinors“]:
… Die Halle, die sie [Nienna] am meisten liebte, war geräumiger noch und dunkler als Vê, und auch Fui gab ihr ihren eigenen Namen. Dort brannte vor ihrem Sessel in einer flachen Pfanne eine einzige Kohle, das Dach war aus Fledermausflügeln, und die Säulen, die es stützen, und die Wände bestanden aus Basalt. Die Söhne der Menschen kamen hierher, um ihr Schicksal zu erfahren, und mit sich trugen sie die ganze Vielzahl von Übeln, die Melkos [Melkors] unselige Musik in die Welt gebracht hatte: Gemetzel und Feuer, Hunger und Unglück, Krankheit und Überfälle im Dunkel, Grausamkeit und bittere Kälte, Zorn und eigene Torheit hatten sie hierher geführt; und Fui las in ihren Herzen. Einige hieß sie in Mandos unter den Bergen bleiben, andere … wieder, und dies sind viele, schickt sie auch an Bord des schwarzen Schiffes Mornie, das immer in einem dunklen Hafen des Nordens ankert und die Zeit erwartet, da der düstere Zug langsam über zerklüftete Pfade von Mandos zur Küste hinuntergezogen kommt.
Damit soll es zunächst hier genug sein.
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