Ich weiß noch nicht mal, ob ich für diesen Film extra ins Kino gehen werde. Die aktuelle 3D-Technik ist beeindruckend, aber Bilder ohne Inhalt allein reizen mich wenig. "Avatar" war soo langweilig…
Da zwei ganze Industrien (Kino und TV) derzeit viel Geld investieren, besteht an der Nachhaltigkeit des grade begonnenen 3D-Booms vermutlich schon ein rein wirtschaftliches Interesse. Nachdem die Möglichkeit nun zur Verfügung steht, besteht in den Kinos ein großes Verlangen nach Nachschub, dem die Filmhersteller kaum widerstehen können.
Die Frage ist: wie ist die Akzeptanz beim Zuschauer? Nimmt er die lästigen Nachteile dauerhaft in Kauf für den positiven Effekt, Bilder mit räumlicher Tiefe zu sehen zu bekommen?
Für so einen Fernseher muß man ja ordentlich Geld in die Hand nehmen, die 3D-Kinokarte ist teurer… und nicht jeder hat's so dicke, daß er auf der Steuersünder-CD auftauchen könnte, selbst wenn er wollte!
Und, alle diese fünf 3D-Techniken wie Anaglyph-Brille, Polarisations-Brille, Shutter-Brille, Videobrille und die "Wackelbilder" bewirken bei mir zB Kopfschmerzen. Das brauch ich nicht oft. Es strengt meine Augen wahnsinnig an. Brille tragen ist zudem nervig, weil es drückt. Nach "Avatar" wär ich fast gegen ne Wand gerannt, so duselig war mir. Gewöhnt man sich an dieses Sehen mit etwas "Training"? Weil wenn nicht, dann will ich das auch gar nicht haben.
<zynisch> Kuckt man als Kinozuschauer dann eigentlich "Der Hobbit" weil man die Geschichte sehen will oder weil man sich von räumlich wirkenden Bildern mit 178% Anteil an Computeranimation und -Nachbearbeitung berieseln lassen will? </zynisch>
Was mich immer schon neugierig macht ist: "There And Back Again" ist ein Kinderbuch. Hab's auch schon an ein unter zehnjähriges Kind geschenkt als Buch und auch als Hörbuch. In meinem Kopf entstehen aus diesem Buch aber auch düstere Bilder mit Grusel- un Schockeffekten! Die Übersetzer wählten nicht zuletzt das Wort "Düsterwald" für Mirkwood… — Ist das als Film, der in jeder Sekunde ein Bild zeigt (oder 24/s im Kino, oder neuerdings 144/s im 3D-Kino), dann immer noch kindgerecht? Oder wird es so, wie bei Harry Potter, daß die blutigen Bilder mit ihrer vollen Gruseligkeit und Gewalt an die Wand geworfen werden und dann ertragen es die Kinder oder sie ertragen es halt nicht, aber FSK 12 oder noch jünger muß bei der Verfilmung eines Kinderbuchs schon sein?
Ich wünsche den Machern des Films ein gutes Händchen. Und vielleicht werd ich eines Tages neugierig genug sein, mir ihr Werk dann auch anzukucken. Ich hoffe, das Popcorn raschelt dann nicht allzu laut.
mfG, Hamfast
Hobbits trägt man im Herzen, nicht auf der Netzhaut