Er hätte sich viel eher auf aktuelle Filme wie "Avatar" oder "The Dark Knight" bezogen.
Das ist so derbe, wenn jemand so frustriert ist, daß er anderen ihre Erfolge nicht gönnt und dadurch ins Rampenlicht zu kommen versucht, weil dritte wahrnehmen, wie er den erfolgreichen ans Schienbein tritt. Der arme Tropf. </Mitleid Ende>
"Avatar" und "The Dark Knight" haben in meinen Augen nicht wirklich viel mehr gemeinsam als: beide Filme schlagen, gemeinsam mit nur zwei weiteren Filmen, in den Billboard-Charts jeweils mit über einer Milliarde US-Dollar Umsatz zu Buche.
"Avatar" gelingt es immerhin -mehr Lob habe ich für den Film nicht- eine vollständige, detailreich gemalte Fantasie-Welt grafisch ins (insgesamt ziemlich blaue/grüne) Bild zu setzen. Der Film ist für mich eher Handwerk. In diesem allerdings setzt er Maßstäbe. Auch wenn ein drei Stunden lang strapaziertes Sitzfleisch für mich ein etwas zu hoher Preis waren, um mir diese darbieten zu lassen.
"The Dark Knight" ist für mich fest verbunden mit der Leistung ganz besonders eines Menschen, Heath Ledger. Weil er einige seiner Rollen auf der Leinwand lebte wie ich es sonst kaum kenne. Vor seinem Joker hatte ich regelrecht Angst, so gut war er! Ich hab mir mal extra den Film mit Jack Nicholson als Joker angekuckt… nur um des Unterschied gewahr zu werden. Und Jack Nicholson ist, finde ich, in seinen Rollen auf der Leinwand viel mehr präsent/lebendig als andere. Es zeichnet ihn sogar vor vielen anderen aus. Und doch ist Nicholson im Vergleich zu Ledger nicht nur Opfer eines miesen Drehbuchs, sondern entartet zur platten Witzfigur.
Ich hab immer noch keine Ahnung, wie man Kunst definiert und es ist mir immer noch egal. Aber, der Schauspieler Heath Ledger war in meinen Augen ein Künstler. Und "The Dark Knight" lebt -ja genau, das: lebt- durch den Funken, den der Joker ihm eingehaucht hat. Abgesehen davon erzählt er als (in meinen Augen zweite gute Batman-Film nach "Batman Begins") die bittere Geschichte von Wut und Rache weiter und den Preis, den Menschen für ihre Schwäche zahlen, die diesen Weg gehen: den Verlust ihrer selbst.
Jetzt mal weg von Tolkien, hin zum Jackson-Film, der "Lord Of The Rings" heißt. Nehm ich mir das trotz jeder Anstrengung konturlose Gesicht von Frodo und einen Elrond, der bis heute den Weltrekord im doof aus der Wäsche kucken hält… dieser Film hat Stärken (handwerkliche: Kulisse und Licht) und auch starke Besetzungen (Eowyn und Sméagol), aber er gibt sich viele Blößen und es gibt viele Punkte, an ihm Kritik anzusetzen. Leider ist der Thread "ich komm grad aus dem Kino raus" der nach der Premiere von "Fellowship Of The Ring" in diesem Forum hier, in dem er entstand, nicht mehr vorhanden: Der war dem Film nicht durchweg wohlgesonnen. Es hagelte Kritik!
Ehrlich gesagt: dazu brauch ich keinen namhaften Herrn Kritiker. Weil ich eigentlich dem seine Stempel "das hier ist Kunst" und "das hier ist keine Kunst" nicht brauche. Ich bin sogar faul genug, um mir nicht mal seinen Namen zu merken.
Schubladendenken – Blödsinn mit Methode (Wise Guys)
mfG,
Hamfast, grünhaarig, weiß geschminkt, rot belippt und lila berockt.