Aug 27 2012
WETA arbeitet an besseren Pferdeanimationen
Peter Jackson musste sich kürzlich den Vorwürfen eines Tierbetreuers stellen. Dieser hatte sich bereits während der Dreharbeiten beschwert, dass die Produktionsfirma sich nicht ausreichend um die Bedürfnisse der Tiere sorgen würde. Er lastete den Verantwortlichen den Tod von drei Pferden, sechs Schafen, drei Ziegen und zehn Hühnern an.
Auch wenn die Vorwürfe mehr oder weniger glaubwürdig von der AHA (American Humane Association) abgewiesen wurden, scheint das Thema doch noch nicht gänzlich vom Tisch zu sein.
Wie stuff.nz.co berichtet, arbeitet Jacksons Special Effect Schmiede WETA Digital zusammen mit der Massey Universität an einem Projekt, um Pferde per Computer Animation so realistisch wie möglich darzustellen. Dabei versuchen die Animationsspezialisten durch den Austausch mit Tierärzten, Motion Capture usw. eine möglichst ganzheitliche Vorstellung, vom Bewegungsapparat und Verhalten der Tiere zu erhalten.
Die ersten Ergebnisse der anscheinend sehr fruchtbaren Zusammenarbeit wurden in “Abraham Lincoln: Vampire Hunter” gezeigt.
In einer Zeit, in der es kaum mehr “echte” Kulissen gibt, sondern der Großteil des Hintergrundes auf dem PC gestaltet wird, war es schon lange an der Zeit, dass man damit beginnt auf echte Tiere zu verzichten, da ein Filmdreh für diese, selbst bei besten Haltungsbedingungen einen hohen Stressfaktor darstellt.
Im Hobbit wird man es aber noch mit nichtanimierten Pferden zu tun haben, was sicherlich nicht jedem Tierfreund gefallen wird. Besonders wenn man bedenkt, dass auch die Pferde aufwändige Kostüme tragen mussten, denn um die Größenverhältnisse von Zwergendarsteller und Reittier richtig darzustellen mussten teilweise Großpferde die Rolle der Islandponys übernehmen und wurden dafür in Fellsuits gepackt.
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