Mrz 18 2010
Tolkiens Werk keine Kunst?
“Es überrascht mich immer wieder, wenn ich ihnen begegne, aber ich muss wohl anerkennen, dass manche Leute Tolkien einfach nicht mögen. Schockierend, oder?”. Dies ist die Antwort von Daniel Crandall auf The American Culture auf einen Artikel des amerikanische Medienkritikers James Bowman zum Thema Fantasy und Kunst. Dieser hatte nämlich behauptet, dass Fantasy keine Kunst sei. Er bezieht sich dabei auf eine Definition von Kunst, die der mimetischen, d.h. nachahmenden Tradition der Realität in der westlichen Kultur verpflichtet ist. Seiner Ansicht nach verleugnen sowohl C.S. Lewis und Tolkien als auch die hierzulande vielleicht weniger bekannten George MacDonald , J.M. Barrie (“Peter Pan”), and Kenneth Grahame (“Der Wind in den Weiden”) genau diese Tradition und können daher nicht zur Kunst gezählt werden. Auf seiner Website hat Bowman bereits dazu Stellung bezogen. Er sagt nun, er hätte nie behauptet, dass Tolkien und Lewis nicht zur Kunst gezählt werden könnten. Er hätte sich viel eher auf aktuelle Filme wie “Avatar” oder “The Dark Knight” bezogen. Bowman versucht in seiner “Stellungnahme” sehr ausführlich zu erklären, wie er es denn nun gemeint habe, dass Fantasy keine Kunst sei. So richtig will er sich aber nicht dazu äußern, ob er Lewis’ und Tolkiens Werk nun für künstlerisch hält.
Ein guter Anlass, um mal wieder über Tolkiens Werk und seinen künstlerischen Wert zu diskutieren. Schaut mal vorbei im Forum!




