Archiv für das Tag 'Orks'

Jan 01 2011

Profile Image of Findegil
Findegil

“Die zwei Türme” von JRR Tolkien

Abgelegt unter Bücher

Die-Wiederkehr-des-K Nigs31-150x150 in

Die Wiederkehr des Königs (c) Klett-Cotta

Nach dem Zerfall des Bundes im ersten Band von „Der Herr der Ringe“ nimmt dieser zweite Band zunächst die Geschichte bei den verlassenen Gefährten wieder auf. Dort wird die Gruppe gleich am Anfang um eine weiteres Mitglied dezimiert und Merry und Pippin werden von eben jenen Orks die Boromir töten gefangen und verschleppt.

Die Verfolgung und die überraschende Befreiung der beiden führt sie und die anderen Gefährten weit nach Westen zurück und nahe heran an den verräterischen Zauberer Saruman. Im Kampf gegen ihn finden sie treue Verbündete, ungewöhnliche Hilfe und einen überraschenden Heerführer. So gelingt es ihnen die ersten Schlachten im Ringkrieg zu gewinnen und Saruman niederzuwerfen.
Der zweite Teil diese Bandes wendet sich wieder dem Ringträger Frodo und Sam zu. Gleich zu Beginn ihrer einsamen Wanderung begegnen sie einem alten Bekannten: Gollum. Eben jenem Wesen, von dem Bilbo den Ring „stahl“. Und immer noch sinnt Gollum auf Rache und wird von unbändiger Gier nach dem Kleinod verzehrt. Aber Frodo und Sam gelingt es, ihn zu überwältigen und sich nutzbar zu machen. Mit seiner Hilfe durchqueren sie die Totensümpfe und das Tor zum Reich Saurons zu finden. Aber das Tor ist streng bewacht und Gollum bietet sich als Führer an.

So folgen sie ihm nach Süden und geraten in die Ausläufer des beginnenden Krieges. Aber sie finden Freunde wo sie sie nicht erwarteten. Dann wenden sie sich wieder nach Osten und steigen hinauf ins Gebirge von Mordor in denen ihnen Verrat und ein grässliche Monster beinahe zum Verhängnis werden.

„Die zwei Türme“ tragen die Geschichte des großen Ringkriegs ein gutes Stück voran. Von der leichten Heiterkeit eines Kinderbuches wie sie noch in den ersten Kapiteln von „Die Gefährten“ zu spüren war, ist hier nicht mehr viel geblieben. Die Gefahren denen sich die ehemaligen Gefährten gegenüber gestellt sehen sind dunkel und bedrohlich. Und einige ihrer Heldentaten sind kriegerisch und heroisch. Dennoch gibt es auch manchen Grund zum Schmunzeln.

Nicht umsonst hat Tolkien in jeden der Handlungsstränge Hobbits als Vermittler zwischen den Helden und dem Leser eingebunden. So wechseln sich Szenen von hoher Spannung und Intensität  mit solchen ab, in denen wir den Hobbits beim Zechen und Scherzen über die Schulter blicken. Da die Handlung in zwei völlig unabhängige Handlungsstränge zerfallen ist, fällt es manchmal schwer die Chronologie der Ereignisse zu verfolgen. Aber Tolkien verwendete sehr viel Mühe darauf diese aufeinander abzustimmen und zeigt immer wieder Querverweise zwischen den Handlungssträngen.
Alles in allem, eine gute Fortsetzung zu „Die Gefährten“ auch wenn dies ein sehr schweres Erbe ist.
Wie schon zuvor, gibt es auch diesen Band im Deutschen in zwei Übersetzungen. Die älteren und vielen als sprachlich passender empfundene von Margaret Carroux ist nur noch als gebundene Ausgabe zu bekommen. Während die modernisierte Übersetzung von Wolfgang Krege in einer Vielzahl unterschiedlichster Edition auf dem Markt ist.

Ja, auch diese Buch ist dringend zu empfehlen. Aber natürlich nicht als das erste Buch, das man von Tolkien liest. Günstiger ist es zunächst mit „Die Gefährten“ zu beginnen, auch wenn „Die zwei Türme“ einen kurze Zusammenfassung davon enthält. Wer aber „Die Gefährten“ gelesen hat, braucht für gewöhnlich keinen Empfehlung mehr für dieses Buch.

Erhältlich als Hörbuch, als Taschenbuch, oder als gebundene Ausgabe.

Ein Kommentar

Jan 01 2011

Profile Image of Findegil
Findegil

“Morgoths Ring” von JRR Tolkien

Abgelegt unter Bücher

HoMe2-2-150x150 in

Morgoths Ring (c) Harper Collins

Nach dem Tolkien „Der Herr der Ringe“ abgeschlossen hatte und noch bevor dieser veröffentlicht wurde, begann er mit der Revision der Legenden die „Das Silmarillion“ bilden. Sein Wunsch war es diese mit „Der Herr der Ringe“ zusammen zu veröffentlichen, was sein Verleger jedoch ablehnte. In diesem Band 10 von “The History of Middle-Earth”, werden uns die Ergebnisse dieser Revisionen für die valinorischen Kapitel des Silmarillions dargelegt. Das Buch ist in  fünf Teile gegliedert.
Der Erste gibt die Ainulindalë wieder. Im zweiten Teil wird die letzte Version der chronologischen Darstellung der frühen elbischen Geschichten wiedergegeben. In diesen Annalen von Aman findet sich manches was man nirgendwo sonst lesen kann, auch wenn einiges davon später verworfen wurde und auch die Chronologie der Ereignisse nicht unverändert blieb. Der dritte Teil gibt die valinorischen Kapitel der Quenta Silmarillion in ihrer letzten Version wieder. Aus diesen drei Quellen fügte Christopher Tolkien die erste Hälfte von „Das Silmarillion“ zusammen.
Hier also erfährt man woher die einzelnen Texte stammen und welche Überarbeitungen seines Vater Christopher Tolkien bei der Edition verwarf. Der vierte Teil des Buches ist ein eher philosophischer Text. “Athrabeth Finrod ah Andreth“, also die Diskussion zwischen Finrod und Andreth, beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Schicksalen von Elben und Menschen und mit ihren Hoffnungen und Ängsten. All das verpackt in einen Dialog zwischen dem Elbenkönig und Menschen-Freund und einer Frau aus dem Hause Beors, die als eine der Weisen ihres Volkes gilt und beinahe seine Schwägerin geworden wäre. Im letzten Teil des Buches, “Myths Transformed“, schauen wir Tolkien dabei über die Schulter, wie der seine eigene Mythologie mit den Erkenntnissen der (elbischen) Wissenschaft in der Luft zerreißt und dann versucht aus den aufgelesenen Schnipseln wieder das Gerüst einer Geschichte zu erschaffen.
Man kann bedauern, dass er diese Pläne nie vollständig in die Tat umsetzte, denn alle späteren Texte stehen mit seinem neuen „Weltbild“ in Einklang, oder man kann sich darüber freuen, denn viele der fesselnsten Geschichten über die Valar wären dieser Revision geopfert, oder in ihrer Bedeutung gemindert worden. Dennoch erfährt man hier, und nur hier, etwas über die tieferen Motive und Pläne Melkors oder Saurons oder über Tolkiens letzte Ansichten über die Herkunft der Orks.

In diesem ersten Teil dessen was man “The later History of the Sillmarillion“ nennen könnte, bedient sich der Editor Christopher Tolkien einer gesunder Mischung aus vollständig wiedergegebenen Texten und aus Kommentaren zu erschließenden Änderungen an bereits veröffentlichten Texten. Ohne profunde Kenntnis des Silmarillions oder mit dem Buch als Nachschlagewerk wird man deshalb dem dritten Teil des Buches nur wenig abgewinnen können. Dennoch ist das Buch ein gelungener Kompromiss zwischen der Platzrestriktion einer Veröffentlichung und dem Willen die Textsituation so genau wie möglich darzustellen. Vor allem in den Geschichten die hier zum erstenmal das Licht der Öffentlichkeit erblicken, ist das Buch auch für Leser zu empfehlen, die nicht mit der History of Middle-Earth vertraut sind.

Wer tiefer in die Welt von Mittelerde eintauchen möchte als mit den auch ins Deutsche übersetzte Standardwerken, dem sei diese Buch als Einstieg in die History of Middle-Earth wärmsten empfohlen. Wer den ersten Teil über die Geschichte des Silmarillions mit Interesse verfolgt hat, wird auch an den anderen Büchern der History seinen Freude haben, und alle anderen werden mit der “Athrabeth“ und den “Mythos Transformed“ entschädigt.

Stürzt euch gleich hier oder hier in die Lektüre.

Keine Kommentare

Mai 13 2010

Profile Image of Findegil
Findegil

Gibt es weibliche Orks?

Abgelegt unter Erforschung

Weiblicher Ork in

Weiblicher Ork bei World of Warcraft (c) Blizzard

Gibt es eigentlich auch weibliche Orks? Gibt es Orkkinder oder kommen Orks irgendwie anders auf die Welt?

Es gibt viele Quellen, die sich mit Orks beschäftigen – einige davon sind eher mit Vorsicht zu genießen. Auch beziehen sie sich oft nicht auf Tolkiens Welt. Wir begannen also die Suche in Primärquellen von Tolkien selbst nach direkten Erwähnungen von weiblichen Orks. Leider konnten keine solche gefunden werden, aber etwas wurde über Ork-Kinder geschrieben. Die Stelle ist etwas schwierig.

Weiterlesen »

Keine Kommentare

Apr 20 2010

Profile Image of Findegil
Findegil

Die Geschichte Morias (Teil 2: Ins Dritte Zeitalter)

Abgelegt unter Erforschung

Moria Klein in

Das Tor von Moria aus Der Herr der Ringe

Im ersten Teil haben wir uns mit der Geschichte Morias vom Anbeginn bis ins Zweite Zeitalter befasst. Damit war natürlich noch lange nicht alles über Moria gesagt! Hier nun, was wir zur weiteren Geschichte in Tolkiens Primärquellen fanden, beginnend in der Mitte des Zweiten Zeitalters.

Wenden wir uns wieder einmal der HoME zu, hier findet sich interessantes Material über Moria in Band 12: [„The History of Middle-Earth“; volume 12: „The Peoples of Middle-Earth“; part 2: „Late Writings“; chapter X: „Of Dwarves and Men“]:

„Große Veränderungen geschahen, als das Zweite Zeitalter fortschritt. Die ersten Schiffe der Númenórer erschienen vor der Küste von Mittelerde um das Jahr 600, aber kein Gerücht von diesem Omen erreichte den entfernten Norden. Zur gleichen Zeit indes kam Sauron aus dem Versteck hervor und offenbart sich selbst in schöner Form.

Weiterlesen »

Seiten: 1 2 3

Keine Kommentare

Jan 30 2010

Profile Image of Findegil
Findegil

Woher stammen die Drachen?

Abgelegt unter Erforschung

Drache Big-300x212 in

Drachen in Tolkiens Welt

Über Smaug, der Drache mit dem der Hobbit Bilbo damals  unangenehme Bekanntschaft machte, findet man schnell eine Auskunft [Der Herr der Ringe Anhang A III: "Durins Volk"]:

“Doch Thrain I. … zog weiter in den fernen Norden zum Grauen Gebirge, wo die meisten von Durins Volk sich jetzt sammelten; denn diese Berge waren erzreich und wenig erforscht. Doch lebten Drachen in den Ödlanden dahinter; und nach vielen Jahren wurden sie wieder stark und vermehrten sich, und sie führten Krieg gegen die Zwerge und plünderten ihre Bergwerke. Schließlich wurde Dain I. zusammen mit Frór, seinem zweiten Sohn, an den Türen seiner Halle von einem großen Kaltdrachen erschlagen.

Nicht lange danach verließen die meisten von Durins Volk das Graue Gebirge. …

Das Gerücht von dem Reichtum in Erebor verbreitete sich im Ausland und kam den Drachen zu Ohren, und schließlich erhob sich Smaug der Goldene, der Größte der Drachen seiner Zeit, und griff ohne Warnung König Thór an …”

Smaug kam also aus der Gegend nördlich der Ered Mithrim. Weiterlesen »

- (4) Beiträge

Seiten: 1 2

2 Kommentare

« Aktuellere Einträge

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes