Jun 17 2011
Worte Tolkiens: Schrecken über Gondor
„Das Tor war geschlossen. Die ganze Nacht hörten die Wächter auf den Mauern den Lärm der Feinde, die draußen herumstreiften, Feld und Baum verbrannten und auf jeden Menschen einhieben, den sie unterwegs fanden, lebendig oder tot. Wie viele schon den Fluß überquert hatten, ließ sich in der Dunkelheit nicht erraten, aber als sich der Morgen oder sein düsterer Schatten über die Ebene stahl, sah man, daß die nächtliche Angst sie kaum überschätzt hatte. Die Ebene war dunkel von marschierenden Scharen, und so weit die Augen in der Düsternis blicken konnten, schossen rings um die Stadt große Zeltlager wie Schimmelpilze aus dem Boden. Geschäftig wie Ameisen und eilig gruben die Orks, sie gruben Reihen tiefer Gräben in einem riesigen Ring, genau außer Bogenschußweite von den Mauern; und als die Gräben angelegt waren, wurde jeder mit Feuer gefüllt, obwohl niemand sehen konnte, wie es angezündet oder in Gang gehalten wurde, durch Zauberkunst oder Teufelei.“
(Der Herr der Ringe, Carroux Übersetzung, Band V, Seite 105; Die Belagerung von Gondor)
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